Schnubbel

 

Wer bin ich?

Hier meine Geschichte!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wurde im Jahre 2005, genauer Anfang Juli (mein Geburtsdatum wurde auf den 1.7. "festgesetzt") geboren. Ich wuchs mit einem Wurf mehrerer wohl annähernd schwarzer Katzen und Kater irgendwo in Wilhelmshaven oder Umkreis auf. Ich kann mich in der Hinsicht leider nicht zu den wahren Begebenheiten und Daten äußern, deshalb muss hier "spekuliert" werden. Bitte um Verständnis.;-)

Ich selbst habe mischfarbene Vorfahren, das ist an mir an meinen Vorder- und Hinterläufen noch immer in Form einer leicht sichtbaren Tigerung erkennbar. Ich selbst bin ja gar nicht schwarz, bin eigentlich dunkelbraun, sieht man ganz gut bei starkem Lichteinfall. Habe einen kleinen Fleck in Weiß am Bauch und Vorderhals. Irgendwie dachten meine Besitzer, mich ans Tierheim Wilhelmshaven abgeben zu müssen. Ich soll unsauber gewesen sein, schätze ich mal. Aber nach den Gründen - wenn das denn so war - hat keiner gefragt. Ich glaube, dass der halbe Wurf, meine Brüder und Schwestern, mit mir im Heim in Wilhelmshaven gelandet sind. Soviel dazu...

Eine Vergangenheit, die ich verdränge. Ich war nicht lange dort. Zum Glück. Und ich habe mir sagen lassen, dass auch meine Brüder und Schwestern inzwischen ein Zuhause gefunden haben. Ich war knapp einen Monat im Heim, nachdem mich meine lieben Besitzer abgeschoben hatten, da kam da eine junge Frau an, die hat mich sofort angeschaut und mit mir den Blick erwidert. Da war noch so ein etwas älterer unrasierter Herr dabei. Oh, Katzengott, wenn das mein neues Herrchen wird..., das dacht ich wohl in dem Moment. Die Beiden interessierten sich anscheinend zunächst für so einen alten fetten Tigerkater, der in meinem Stall mit mir und 30000 charakterlosen anderen Katzenartigen vegetierte. Den schienen sie süss zu finden. Naja, mal schaun, was kommt. Ich tobte an dem Tag am Fenster rum. Die junge Frau schaute öfter zu mir und die Beiden schienen mit den Aufsehern über mich zu reden. Hmm. So ist das halt. Mal schaun, was kommt. Bin ja noch so klein und viel kann passieren. Nur zwei Tage später war dieses fiktive Frauchen wieder am Fenster und einige Minuten später war es nicht mehr fiktiv. Das war mein neues Frauchen! Ab ging es. Weg hier. Ab in eine Wohnung mit, oh Schreck, einer Katze, die, das sollte sich bald herausstellen, schlimmer war als "Queen Mum". Sie mochte mich von Anfang an nicht und fühlte ihr Territorium bedroht.

Es war schlimm, aber ich machte gute Mine zum bösen Spiel. In der Folgezeit sah ich dort im neuen Heim auch den älteren Herrn ganz oft wieder, manchmal war er sogar rasiert. Bloss der Kleinkrieg mit "Mrs. Katzenherrin" riss nicht ab. Irgendwann wurde ich sogar im Katzenklo von der Dame verdroschen, woraufhin ich lieber daneben machte, weil im Klo im Falle des Falles kein Fluchtweg war. Leib und Leben sichern, hieß es. Unsauber war ich nie, ich wurde aufgrund meines komplexen Charakters nur nicht verstanden.

Ja, es kann sein, dass ich durch die Erstbesitzer Gewalt erfuhr in Hinsicht Reinlichkeit. Ich verdränge das aber und versuche, mich anzupassen. Hmm. So ist das. Irgendwann wurde ich dann erwachsen und es "überkam" mich...

Ich machte meine "Herrin" - die, die mich nicht mochte - zur Mutter. Das war Anfang 2006. Ich war selbst noch ein Kind, aber egal. Es war ein Wurf von Vieren, ein Junge, drei Mädels. Eines der Mädels, welches meine Farbe trug, überlebte leider nicht.

Mit mir im Territorium blieb eine meiner Töchter, mit der ich mich auf Anhieb gut verstand. Doch irgendwie war ich unausgeglichen. Ich wurde immer öfter im Klo und sonst wo von "Mum" verdroschen, deshalb wurde ich aus Protest dann auch schließlich so richtig unsauber.

Und natürlich auch aus "Rettungsgründen" meiner Seele.

Irgendwann reichte es den Besitzern meiner Bleibestätte und sie stellten mein Frauchen vor die Wahl. Tierheim oder Sauberwerden. Ich hatte jedoch einen Dickkopf.

Und da kam dann der ältere, oft unrasierte Herr ins Spiel.

Dieser nahm mich bei sich auf. Zum Übergang, hieß es offiziell. Doch alles kam anders, der Mann und seine junge Frau - mein Frauchen - hatten sich wohl nicht mehr lieb und deshalb wurde dem Mann angeboten, mich endgültig an ihn zu "überlassen". Sonst wäre meine Zukunft ungewiss gewesen. Zum Frauchen durfte ich nicht zurück. Ansonsten wäre ich wohl sonstwo, schlimmstenfalls wieder im Heim, gelandet.

Jetzt bin ich hier bei dem älteren Herrn - der wohl gar nicht so alt ist, wie er manchmal ausschaut - meinem Herrchen - seit Jahren - und es geht mir gut. Habe mein Reich, werde nicht geärgert, muss nicht mehr danebenpinkeln. Gut ist das. Gut. Ich bin richtig fett geworden, weil ich so leckeres "Happa" bekomme. Aber ich mache Sport, indem ich eine Plastikmaus an der Kordel jage und jage und jage. Gut geht es mir. Mein Herrchen macht alles für mich.

Nur irgendwas fehlt.

Ja, das begreife auch ich.

Ein Frauchen muss her...

 

 

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